Goldmünzen

Goldmünzen sind Münzen, die größtenteils aus Gold bestehen. Sie dienten früher als Zahlungsmittel, werden heute aber nur noch für Sammler und Anleger (Anlagemünzen) geprägt. Sie sind als Wertanlage sehr beliebt. Dies verdanken Goldmünzen auch ihrer Einstufung als Anlagegold, weshalb der Handel mit ihnen in der Europäischen Union unter bestimmten Bedingungen von der Mehrwertsteuer befreit ist.

Goldmünzen erfuhren im Zuge im 19. Jahrhundert den bis heute größten Einsatz im Geldumlauf. Im Zuge des historischen Goldstandards wurden beispielsweise Goldmark, Sovereigns und Vrenelis als Kurantmünzen in den Verkehr gebracht. Banknoten konnten jederzeit gegen Goldmünzen eingetauscht werden. Im 20. Jahrhundert endete allerdings die Ära der Goldmünzen als Zahlungsmittel. In den 30er Jahren setzten auch die letzten Staaten, in denen Goldmünzen noch Geldfunktion hatten, diese außer Kurs . Zur Überwindung der Krise beendete US-Präsident Roosevelt 1933 auch die Ära des Golddollar mit einem plötzlichen Verbot des Goldbesitzes. Die letzten europäischen Länder, die noch Goldmünzen im Zahlungsverkehr benutzten, waren bis 1937 die Niederlande und Österreich.